Mein Berufsleben begann in der Technik: HTL-Ausbildung, Einstieg als Programmierer und bald die ersten Führungsaufgaben, Teamleiter und später Projektmanager. Aus einem Team wurden mehrere, aus kleinen Projekten große und internationale. Mit mehr als zwanzig Jahren als Senior-Projektmanager, in einem großen Unternehmen, kenne ich die Berufswelt vieler meiner Klientinnen und Klienten von innen – die Verantwortung, die ständige Erreichbarkeit, Rollenkonflikte und den Druck. Und ich habe selbst erlebt, wie sich Überlastung leise aufbaut, während man nach außen funktioniert.
Mit fünfzig hat mich ein Burnout aus genau diesem Leben geworfen. Sechs Monate Pause und Rehabilitation, dann die Rückkehr in die Firma – anfangs in Teilzeit. Dieser Weg hat mich verändert, aber nicht gebrochen. Heute bin ich dankbar für diese Erfahrung – sie hat meinen Blick auf Menschen und auf das Leben grundlegend verändert. Mit achtundfünfzig folgte die Scheidung. Ein zweiter Wendepunkt, eine bewusste Neuausrichtung. Mit sechzig eine neue Partnerschaft.
Meine Burnout-Geschichte im Detail →
Die Wende zum Coaching begann noch im alten Beruf: In den späten Berufsjahren habe ich junge Projektleiterinnen und Projektleiter begleitet – und gespürt, dass mich dieses Begleiten tiefer erfüllt als jedes erfolgreiche Projekt. Der Kurs „The Call – finde deine Berufung" (Homodea, Veit Lindau) machte aus dem Gefühl eine Entscheidung: die Ausbildung zum Life Trust Coach®, parallel das Diplom als Lebensberater (WKÖ). Seit 2023 ist Reithofer-Coaching mein Beruf – und meine Berufung: Ich begleite Menschen auf ihrem Weg zurück zu Klarheit, Stabilität und neuer Orientierung.
Mein Weg macht mich nicht automatisch zum Experten für deinen Weg. Aber er lässt mich besser verstehen, was es heißt, an einem Punkt zu stehen, an dem das Alte nicht mehr trägt – und das Neue noch nicht klar ist.